Pflanzenfasern

Pflanzen als Superhelden – Vom Flachs zur umweltfreundlichen Faser!

Wir leben im Zeitalter der Kunststoffe und das betrifft nicht nur die Verpackung unserer Lebensmittel. Auch die Stoffe, mit denen wir uns kleiden, die Häuser, in denen wir leben und die Verkehrsmittel, die uns mobil halten bestehen teilweise aus Plastik. Ohne diese Kunststoffe, zu einem Großteil ausgehend von fossilem Kohlenstoff hergestellt, wäre unser modernes Leben nicht denkbar. Doch sie haben einen großen Nachteil: Viele Kunststoffe sind nur sehr schwer biologisch abbaubar. Die Folge: Plastikabfälle häufen sich mancherorts in großen Mengen an und bedrohen ganze Ökosysteme.

Die Lösung? Ersatzstoffe, deren Herstellung und Entsorgung von Anfang an in einem geschlossenen Kreislaufprozess geplant wird, um gefährliche Reststoffe zu vermeiden. Am Naturfaserzentrum der Hochschule Zittau/Görlitz (Lander3) wird an nachhaltigen Alternativen zu besonders stabilen Kunststoffen (Duroplasten) geforscht. Das Ziel: Naturfaser-verstärkte Kunststoffe, die herkömmliche Materialien ersetzen können.

Von der Pflanze zur Faser – Ein nachhaltiger Prozess

Viele Pflanzen enthalten Naturfasern, die ihnen Stabilität verleihen. Als Quelle besonders geeignet sind die Stängel von Faserpflanzen wie Flachs oder Hanf. Im Experiment „Pflanzen als Superhelden – Vom Flachs zur umweltfreundlichen Faser!“ entdecken die Schülerinnen und Schüler, wie daraus nachhaltige Materialien entstehen und welche Prozesse zur Fasergewinnung genutzt werden.

Das Experiment verbindet Biologie, Chemie und Technik und zeigt auf anschauliche Weise, wie nachhaltige Materialien entwickelt werden können. Ein spannender Beitrag zur Lösung der Kunststoffproblematik – und ein Schritt in eine umweltfreundlichere Zukunft!